Bonsai Kiefer – Mädchenkiefer

Bonsai Kiefer - Mädchenkiefer

Eine der beliebten Bonsai Kiefer Arten ist die japanische Mädchenkiefer, die durch seine Winterfestigkeit als Garten Bonsai gezogen werden kann. Recht schnell entwickelt diese Art einen breiten Stamm, der gegen Kälte schützt. Seit ca. 200 Jahren ist die Mädchen-Kiefer (Pinus parviflora) Bonsai auch in Europa ansässig, wobei es einige verschiedene Züchtungen gibt.

Trotz seiner Strapazierfähigkeit sollte man auf einige Punkte bei Pflege und Beschneiden beachten.


Die Bonsai Art wird manchmal auch Japanische fünfnadlige Kiefer genannt.

 

Mädchenkiefer Bonsai – Pflege

Da die Mädchenkiefer in japanischen Gebirgen in über 1200 Metern Höhe heimisch ist verträgt sie auch ohne weitere Probleme selbst Minusgrade, im Gegensatz zu manch anderem Garten Bonsai. Kiefer sind da robuster. Daher kann im Winter selbst die Schale teilweise einfrieren, ohne dass dies dem Pinus parviflora etwas antut.

Wichtig ist dabei aber, dass der Bonsai Baum an einem sonnigen Platz steht und oft gegossen wird. Trockenheit ist ein Stressfaktor, der in jedem Fall vermieden werden sollte. Kann man die Bonsai Kiefer nicht gießen, sobald die Erde antrocknet, sollte ein etwas schattigerer Ort ins Auge genommen werden. Außerdem muss die Bonsai Kiefer das ganze Jahr über gut gegossen werden (im Sommer mehr), da der Baum nie seine kompletten hell- bis dunkelgrünen Nadeln abwirft und somit auch im Winter viel Energie braucht.

Bonsai Kiefer - Japanischer Mädchenkiefer

Japanischer Mädchenkiefer Bonsai

Die optimale Bonsaierde für Kieferbäume ist Akadama, da dieses Substrat durchlässig gegen Wasser ist. Staunässe kann dem Baum sehr schaden. In den wärmeren Monaten (März bis ca. Septmeber) wird mit festem, organischem Dünger gedüngt. Dabei werden die Pellets in die Erde eingefügt.

Nach ungefähr drei bis fünf Jahren sollte umgetopft werden. Entscheidend dafür ist die Wurzelentwicklung. Da sich im Boden ein nützlicher Pilz gebildet hat, sollte ein Teil der Erde in das neue Substrat gemischt werden (1 Teil alte Erde, 2 Teile neues Substrat). Andernfalls kann man auch Mykorrhiza dem Boden hinzugeben.

Falls im Frühjahr der Frost anhält, so sollte der Baum in einen nicht geheizten Raum gestellt werden, sodass die Knospen keinen Schaden nehmen. Ansonsten eignet sich der Kiefer Bonsai auch ganzjährig sehr gut für den Garten. Durch eine regelmäßige Kontrolle des Stammes und der Nadeln beugt man eventuelle Krankheiten vor.

 

Für die Erstgestaltung des Kiefer Bonsai kommen sehr viele Gestaltungsoptionen in Frage. Dabei kann man natürliche Formen anfangen zu schneiden oder auch beispielsweise mehrere Stämme in einem Topf wachsen lassen. Durch die hohe Biegsamkeit des Stammes und der Äste bietet die Mädchenkiefer viele Gestaltungsmöglichkeiten und eignet auch hervorragend für Anfänger.

 

Bonsai Kiefer – weitere Arten

Auch wenn die japanische Mädchenkiefer wahrscheinlich die verbreitetste Bonsai Kiefer Art ist, gibt es auch noch einige weitere Kiefer-Arten, welche man in Betracht ziehen kann:

  • Die Waldkiefer (deutsche Kiefer) als Bonsai eignet sich für u.a. für jene, die nicht die Zeit haben ihre Mädchenkiefer mehrmals zu gießen, denn diese Art kommt mit etwas weniger Wasser zurecht. Doch Obacht: Auch die Erde der Waldkiefer sollte nicht austrocknen!
  • Japanische Schwarzkiefer Bonsai – Dieser Baum kommt ursprünglich aus den Bergen Japans und kann bis zu 30m hoch wachsen. Durch ihre dunkelgrünen Blätter, die borkige Rinde und die Tatsache, dass diese Kiefer-Art sehr robust ist, macht sie attraktiv. Selbst verschmutzte Luft und schlechtere Böden kann sie vertragen – was selbstverständlich dennoch vermieden werden sollte.
  • Der Zwergkiefer Bonsai (Pinus nana) ist zwar nicht all zu üblich (vielleicht, da man sie nur selten zu Kaufen findet), dafür aber nicht weniger eindrucksvoll. Diese Art kann etwas empfindlicher als die Mädchenkiefer sein und sollte bei Temperaturen um den Gefrierpunkt am besten in ein Gewächshaus gestellt oder mit Folie abgedeckt werden.

In der Pflege sind sich diese Kiefer alles in allem sehr ähnlich. Spezielle Tipps und Hinweise können dabei im Buch „Bonsai: Für draußen und drinnen“ gefunden werden.

 

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