Ginkgo Bonsai Tipps (Ginkgo Biloba)

ginkgo bonsai

Der Ginkgo Bonsai  (ginkgo biloba) ist mit über 250 Millionen Jahren der älteste Baum unserer Erde. Dieser Baum ist auch als Fächerblattbaum oder Silberpflaume bekannt. Ursprünglich aus Ostasien (China, Japan) stammend, wurde dieser Baum vor ungefähr 300 Jahren nach Europa gebracht. Der Kern des Samens ist essbar, daher werden in Teilen Asiens diese Bäume extra zur Nahrungsherstellung gezüchtet, da ihm auch eine heilende Wirkung nachgesagt wird.

Auch als Bonsai ist diese Baumart beliebt, da sie sehr schnittverträglich ist. Dabei sind der gewählte Standort und die Bewässerung des Bonsais wichtig, um ein optimales Wachstum des Baumes zu gewährleisten.


Die Blätter des Ginkgo Bonsai sehen oft verschieden aus, aber haben alle in der Mitte eine Einschneidung. Diese kann sogar so tief sein, dass das Blatt zweigeteilt erscheint. Ansonsten gibt es verschiedene Variationen, von Kleeblatt-ähnlichen bis hin zu teilweise gezackten Blättern.

Möchte man einen Ginkgo Baum selber pflanzen, kann man auf spezielle Anzuchtsets zurückgreifen, welche geeignete Substrate für das Samenwachstum enthalten. Alternativ kann auch bereits ein 2-3 Jahre alter Setzling als Einstieg verwendet werden.

 

Erdsubstrate und Standort des Ginkgo Bonsai

ginkgo bonsai blattform

Ginkgo Biloba Blatt mit Ausbuchtung.

Der Ginkgo Biloba wird nach dem Keimen in eine Erdmischung aus Akadama, Bimskies und Torf oder Humus gepflanzt. Das Mischverhätnis sollte dabei 1:1:1 sein. Alternativ zum Bimskies kann auch ein Lavagranulat verwendet werden. Die genaue Mischung kann natürlich je nach Erfahrung variiert werden.

Aufgrund des strengen Geruchs der Samen findet man kaum weibliche Setzlinge als Zuchtbäume.

Der Baum sollte an einem hellen Platz aufgestellt werden, wo er jedoch vor zu starker Sonneneinstrahlung geschützt ist. Falls man den Ginkgo Bonsai in den Sommermonaten außerhalb stehen hat, sollte man zumindest in den Wintermonaten besser geschützt aufstellen, da die Wurzeln empfindlich gegen Kälte sind. Dies kann die Wohnung oder auch ein Gewächshaus sein.

Als Outdoor / Garten Bonsai eignet sich diese Art jedoch aufgrund der Frostunverträglichkeit kaum.

 

Pflege des Ginkgo Bonsai

Der Ginkgobaum braucht vor allem in den wärmeren Monaten sehr viel Wasser. Wichtig ist dabei, dass der Boden nicht verwässert, sodass Staunässe verursacht wird. Sollte das passieren, so muss die Bonsai Erde ggf. gewechselt werden.

Ab Frühsommer (April) bis Herbst (September) sollte alle zwei Wochen mit einem organischen Dünger wie dem Wuxal Universaldünger gedüngt werden. Dabei spielt der Anteil des Torfs im Substrat eine Rolle: Ist dieser hoch, so sollte weniger organischer Dünger verwendet werden, als bei hohem Torfanteil der Erdmischung.

Alle zwei Jahre sollte außerdem ein Umtopfen erfolgen, wobei dies mit dem Alter des Baumes abnimmt, sodass es nur noch alle 4-5 Jahre nötig ist. Dabei sollte dies noch bevor die ersten Triebe wachsen geschehen.

Der Ginkgo Bonsai kann sehr schnell in die Höhe wachsen, deshalb sollte auf entsprechendes zurück schneiden der Blätter geachtet werden. Kurze, am Stamm treibende Blätter lassen den Baum dicht erscheinen und sollten mit Bedacht gestutzt werden. Vorsicht ist auch bei der Gestaltung und Bedrahtung geboten: Die Rinde des Ginkgo Biloba ist sehr weich und kann dadurch Schaden nehmen. Wie genau gestaltet wird, steht einem frei und kommt auch auf die Blattform und Vorlieben des Besitzers an.

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